SOO machen wir’s – Pt. 3

Unser Weg von einem sehr klassischen hin zu einem serviceorientierten Organisationsmodell war herausfordernd, spannend, lehrreich, lohnend und noch vieles mehr. Eines war er ganz sicher nicht: langweilig. Und weil wir finden, Wissen sollte geteilt werden, erwarten euch hier einige unserer Learnings und vielleicht der eine oder andere Tipp für all jene, die sich auf eine ähnliche Reise begeben möchten.

You live, you learn

Executive Coach und Hochschulprofessor Richard K. Streich spricht in seinem Modell des Change-Managements von 7 Phasen: 1 – Schock/Euphorie, 2 – Verneinung, 3 – Einsicht, 4 – Tal der Tränen, 5 – Akzeptanz, 6 – Ausprobieren, 7 – Integration. Wir können mit Fug und Recht behaupten: Ja, wir haben sie alle erlebt. Allerdings hat uns ein Faktor die Phasen 1 bis 4 wesentlich erleichtert – und das war die aktive und umfassende Einbindung aller Stakeholder von Anfang an. Wenn MitarbeiterInnen und KundInnen schon vor dem Start genau wissen, was auf sie zukommt, welchem Zweck die Veränderungen dienen und sie aktiv mitgestalten können, ist die Euphorie größer und Unsicherheiten umso schneller überwunden. 

Unsere Top 3 Tipps: Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren 

Wenn man uns heute nach Erfolgsfaktoren für smooth laufende Change-Prozesse fragt, geben wir vermutlich dieselbe Antwort, wie ein Ehepaar, das nach 45 Jahren immer noch glücklich verheiratet ist: Kommunikation, Offenheit und Ehrlichkeit. Wir Menschen sind eben Gewohnheitstiere – und das Fehlen dieser Gewohnheiten verunsichert uns. Aus Unsicherheit wird Frust, aus Frust wird Ablehnung. Wenn wir aber genau wissen, warum und wie wir uns von alten Wegen entfernen, fallen uns die Schritte in eine neue Richtung viel leichter. Darum haben wir unsere Umstellung zur serviceorientierten Organisation mit vielen Maßnahmen begleitet. Updates in monatlichen Newslettern, Infoveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen im Unternehmen, FAQs und Infos im Intranet, … alles hat dazu beigetragen, dass wir in unserem „Tal der Tränen“ nicht ganz so viele Taschentücher brauchten.

Miss es oder vergiss es

Erfolg motiviert – das war auch in unserem Prozess nicht anders. Umso wichtiger war es für uns, sehr früh in der Implementierung eindeutig messbare Kriterien festzulegen. Wir wollten nicht nur fühlen, dass sich die Neuerungen für alle Beteiligten bezahlt machen – wir wollten es belegen können. Qualitativ und quantitativ. So können wir jetzt in der Integrations-Phase laufend checken, ob wir weiter am richtigen Weg sind. Bis jetzt – und das sagen wir durchaus mit Stolz – sind wir es. Und wir teilen diese Erfolge (wir erinnern uns: kommunizieren!) gerne mit unserem Team, unseren PartnerInnen und KundInnen. Sind wir damit am Ende unseres Weges? Ha! Noch lange nicht. Aber wir glauben daran, dass wir mit unserer neuen, serviceorientierten Organisation den richtigen Weg eingeschlagen haben. Denn eines werden wir immer bleiben: DEDICATED TO PROGRESS.