#TeamWienIT: Think ahead mit Katharina – oder wie ma Software g’scheit zum Laufen bringt

03.07.2026

Testen heißt bei Katharina ned einfach „a bissl klicken“, sondern verstehen, hinterfragen und manchmal auch stur bleiben. Als Software Testerin und Test Managerin bei WienIT sorgt sie dafür, dass aus guten Ideen auch richtig gute Lösungen werden.

Warum ihr das taugt? Weil sie etwas bewegen kann – für Kolleg*innen, für Kund*innen und für ganz Wien. Und weil sie in einem Umfeld arbeitet, wo jede Perspektive zählt und Vielfalt ned nur a Buzzword ist, sondern gelebt wird.

Wir haben mit ihr über ihren Job geplaudert. 🎙️

Was genau macht eine Software Testerin bei uns – und wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich sorge dafür, dass Software zuverlässig, verständlich und sicher funktioniert, bevor sie bei Kund*innen oder Kolleg*innen in Einsatz kommt.
Mein Arbeitsalltag besteht aus dem Analysieren von Anforderungen, dem Erstellen von Testfällen, dem Testen neuer Funktionen und dem Dokumentieren von Ergebnissen. Dazu kommen Abstimmungen mit Entwickler*innen und Fachbereichen sowie die Planung und Koordination von Tests. Als Test Managerin habe ich zusätzlich den Blick aufs „große Ganze“, das heißt: Risiken einschätzen, Teststrategien festlegen und Qualität über mehrere Systeme hinweg sicherstellen. 

Aber das kann je nach Team auch sehr unterschiedlich sein. Von sehr technischen Tests die zum Beispiel Schnittstellen mittels API prüfen bis hin zur manuellen Tests oder auch Barrierefreiheits- Tests.


Warum ist Testen aus deiner Sicht so wichtig für gute Software? 

Testen trägt einen wertvollen Beitrag dazu bei, um das Unternehmen, Kolleg*innen und Kund*innen vor Fehlern, Frust und unnötigen Kosten zu schützen.
Für die Wiener Stadtwerke Gruppe bedeutet gutes Testen: stabile Services, verlässliche Prozesse und Vertrauen – intern wie extern. Fehler früh zu finden ist deutlich günstiger als sie im laufenden Betrieb zu beheben. Außerdem helfen Tests dabei, gesetzliche Vorgaben, Sicherheitsanforderungen und Qualitätsstandards einzuhalten.

Was wissen viele nicht über Software Testing, das aber total wichtig ist?

Testen ist nicht „nur Klicken“. Es geht viel um Denken, Verstehen und vorauszusehen, wie Menschen Software wirklich benutzen. Ein spannendes und sehr komplexes Umfeld, dass einerseits ein gutes technisches Verständnis, strukturiertes Vorgehen, gute Kommunikation und Vorstellungsvermögen sowie Empathie (zb. Kund*innen Wahrnehmung) erfordert. Gute Tester*innen denken bewusst quer, stellen kritische Fragen und nehmen die Nutzerperspektive ein. Wichtig ist ebenso, das Testen nicht erst am Ende passiert, sondern so früh wie möglich mit einbezogen wird. 

Was taugt dir an deinem Job?

Die Mischung aus Analyse, Kreativität, strukturiertes Vorgehen, Kommunikation und Verantwortung. Ich vergleiche die Arbeit gerne mit einem Brettspiel: Es gibt Regeln und das Spiel funktioniert gut, wenn man sich innerhalb der Regeln bewegt. Mein Job ist es aber, zu überlegen: Was passiert, wenn ich mich außerhalb der Regeln bewege? Wenn ich das Ding nicht so verwende, wie es gedacht ist? Funktioniert es dann auch noch? Kann ich es dann kaputt machen? Kann ich sicherheitsrelevante Lücken aufdecken? Stell dir zum Beispiel einen Webshop vor: Kann ich minus ein Buch in den Warenkorb legen und bekomme dann Geld retour, wenn ich eine negative Bestellmenge „kaufe“?

Warum hast du dich für einen Job in der IT-Branche entschieden? Und was würdest du anderen Menschen raten, die sich für einen Job in der IT oder als Testerin interessieren?

Mich hat die Kombination aus Technik und Problemlösung gereizt. IT bietet unendlich viele Entwicklungsmöglichkeiten – auch ohne klassischem Informatikstudium. Mein Rat: Neugierig bleiben, keine Angst vor Fragen haben und einfach anfangen. Im Testing sind analytisches Denken, Genauigkeit und Kommunikationsfähigkeit mindestens genauso wichtig wie technisches Know-how.

Warum arbeitest du gerne bei WienIT?

Die Projekte der WienIT haben echten Mehrwert für die Stadt Wien und ihre Menschen. Gleichzeitig bietet WienIT ein vielfältiges Umfeld. Es gibt viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder auch Wissen an Kolleg*innen selbst weiterzugeben.

Abseits von Testfällen und Tickets: Was sollte man über dich wissen? Was treibt dich an?

Mich treibt der Wunsch an, Dinge besser und klarer zu machen. Egal ob Prozesse, Software oder Zusammenarbeit. Ich mag es, Verantwortung zu übernehmen, Zusammenhänge zu erkennen und Qualität nachhaltig zu verbessern. Gute Software-Lösungen brauchen vor allem Menschen, die mitdenken und über den Tellerrand hinausschauen können.

 

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