WienIT x TU Wien: Datenbasierte Erkenntnisse für den IT-Betrieb

23.07.2025
Lesedauer: 3 Min.
Rechenzentrum WienIT

Gemeinsam mit der Technischen Universität Wien wurden über ein Jahr hinweg Daten aus unseren Rechenzentren analysiert – mit dem Ziel, Einsparpotenziale zu identifizieren und fundierte Handlungsempfehlungen für den Rechenzentrumsbetrieb abzuleiten.

Besser verstehen, gezielter optimieren

Gemeinsam mit der TU Wien haben wir unsere Rechenzentren ein Jahr lang datenbasiert analysiert, um Zusammenhänge im Betrieb besser zu verstehen, Optimierungspotenziale zu identifizieren und fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Ergebnisse zeigen konkrete Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung unserer Infrastruktur, beispielsweise durch die Reduktion von Leerlaufzeiten bei Servern oder ein optimiertes Temperaturmanagement. Dadurch gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse für einen effizienten und leistungsfähigen IT-Betrieb.

Bereits seit der Planung vor über 15 Jahren werden unsere Rechenzentren kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu zählen unter anderem Kalt-/Warmgang-Trennung, Wärmerückgewinnung, modulare USV-Anlagen sowie der Einsatz von Photovoltaikmodulen. Die Studie verdeutlicht, wie das Zusammenspiel von Infrastruktur, Kühlung und IT-Systemen zu einem stabilen und leistungsfähigen Rechenzentrumsbetrieb beiträgt.

Der IT-Betrieb macht einen wesentlichen Anteil des Energiebedarfs bei WienIT aus. Ziel des Projekts war es daher, auf Basis datengetriebener Analysen Optimierungspotenziale sichtbar zu machen und konkrete Maßnahmen für Infrastruktur, Betrieb und Auslastungsmanagement abzuleiten. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine fundierte Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Rechenzentrumslandschaft.

Was die Daten zeigen

Die einjährige Analyse unserer Rechenzentren brachte spannende Erkenntnisse: Der PUE-Wert lag bei 1,44, beim Temperaturmanagement wurden weitere Optimierungsmöglichkeiten sichtbar und rund 14 % der Server waren nur gering ausgelastet. Diese Erkenntnisse helfen uns, unseren Rechenzentrumsbetrieb noch gezielter weiterzuentwickeln und Potenziale in Infrastruktur und Betrieb besser zu nutzen, z.B.

  • Optimierung des Stellplatzmanagements zur Vermeidung von Hotspots
  • Anhebung der Kühltemperaturen, wo möglich
  • Austausch älterer Hardware durch moderne Systeme
  • Weiterentwicklung des Jobmanagements zur besseren Auslastung

Fazit: In unseren Daten steckt noch viel Potenzial. Die gewonnenen Erkenntnisse möchten wir künftig auch auf Applikationsebene nutzen und weitere Optimierungsmöglichkeiten identifizieren. So entwickeln wir unsere Infrastruktur und Betriebsprozesse Schritt für Schritt weiter.

Handlungsempfehlungen

Die Analyse zeigt mehrere Stellschrauben zur Effizienzsteigerung:

  • Optimierung des Stellplatzmanagements zur Vermeidung von Hotspots
  • Anhebung der Kühltemperaturen, wo möglich
  • Austausch alter Hardware durch energieeffizientere Systeme
  • Weiterentwicklung des Jobmanagements zur besseren Auslastung

Ausblick 

Wir bleiben weiterhin auf Mission Digital Sustainability. Ziel ist es, auch auf Applikationsebene weitere Potenziale zu heben und unsere Rechenzentren zukunftssicher und nachhaltig aufzustellen.