#TeamWienIT: Lorenz sorgt dafür, dass Sicherheit in der Praxis funktioniert
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Wenn es um IT-Sicherheit geht, denken viele zuerst an Firewalls, Passwörter oder Hackerangriffe. Damit Sicherheit aber im Arbeitsalltag tatsächlich funktioniert, braucht es Menschen, die zwischen Technik, Management und gesetzlichen Vorgaben vermitteln.
Einer davon ist Information Security Officer Lorenz Intichar. Er sorgt dafür, dass Sicherheitsrichtlinien nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch praktikabel umgesetzt werden können.
Wir haben mit ihm über seinen Job geplaudert. 🎙️
Erklär mir deinen Job in einfachen Worten:
Wir (Information Security Officer) sind Teil der IT-Security. Wenn man umfassend IT-Sicherheit schaffen will, braucht man mehrere Bestandteile: Einerseits müssen die Geräte sicher konfiguriert sein; damit man sich sicher sein kann, dass das immer passiert, muss das Management Richtlinien herausbringen. Weil aber Management und Techniker*innen unterschiedlich ticken und denken, braucht es jemanden, der zwischen beiden Seiten übersetzt – das tun wir. Und weil wir beide Seiten verstehen, können wir beide Seiten beraten: das Management dabei, Richtlinien so zu gestalten, dass sie in der Praxis funktionieren, und die Techniker*innen dabei, diese umzusetzen. Gleichzeitig kümmern wir uns auch um die Überprüfung, also ungefähr: „Ist die Richtlinie sinnvoll? Und sind die Systeme wirklich sicher und halten die Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben ein?“ Der Fachbegriff dazu heißt Audit. Dazu kommt, dass Änderungen an Systemen, die in irgendeiner Form sicherheitsrelevant sind, sinnvollerweise im Vier-Augen-Prinzip gegengeprüft werden sollten – hier stellen wir das dritte und vierte Auge zur Verfügung. Ein großer Teil der Aufgabe besteht darin, zwischen unterschiedlichen Perspektiven zu vermitteln. Einerseits müssen Sicherheitsanforderungen erfüllt werden, andererseits sollen Lösungen im Alltag praktikabel bleiben. Dafür braucht es ein gutes Verständnis dafür, wie IT-Technik funktioniert, Hintergrundwissen über die Zusammenhänge der einzelnen Bereiche und die Fähigkeit, Sicherheitsrisiken zu erkennen. Gleichzeitig sind Kommunikationsfähigkeiten wichtig, weil man regelmäßig Kompromisse zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln und gangbare Lösungen für alle Seiten finden muss.
Was taugt dir persönlich an deinem Job am meisten?
Der Job ist unglaublich vielfältig. Wie viele verschiedene Tätigkeitsfelder wir abdecken, ergibt sich schon aus der Länge der ersten Antwort. 😊 Obendrein hat fast alles, was WienIT tut, irgendwo einen Berührungspunkt mit Sicherheit. Dementsprechend haben wir regelmäßig mit fast jedem Bereich der WienIT zu tun – sowohl mit Führungskräften als auch mit den ausführenden Mitarbeiter*innen.
Wenn dein Job ein Emoji wäre, welches wäre es?
🥸
Wenn euer Team ein Song wäre, welcher wäre es?
Für die Audittätigkeiten: Trio – Da Da Da 🙂 Für den Rest: Donovan – Universal Soldier
Was ist dein typischer erster Satz am Morgen im Büro?
„Kommt wer mit auf einen Kaffee?“
Dein Weg in die IT:
IT war ein Hobby aus Schulzeiten. Der erste Computer kam 1990 ins Haus, als ich 13 war, und damals bedeutete das automatisch, dass du ein halbes Jahr später angefangen hast, den Computer aufzurüsten. Als ich 16 war, habe ich das Anfertigen von Hausaufgaben eingestellt und bin stattdessen neben der Schule bei einem Fachhändler in der Nähe arbeiten gegangen. Während meines (Nicht-IT-)Studiums war Arbeit in der IT eine sehr willkommene Einkommensquelle – und nach dem Abschluss die Möglichkeit, in einer Branche tätig zu werden, in der dauernd Fachkräftemangel herrscht und Mitarbeiter*innen entsprechend gut und respektvoll behandelt werden.
Was bedeutet für dich Sicherheit im Zeitalter von KI?
Unsere Welt ändert sich durch KI gerade grundlegend. Angreifer nutzen KI für alles und jedes und sind damit viel stärker als noch vor zwei Jahren. Gleichzeitig steht KI genauso auch für die Verteidigung zur Verfügung und erweitert deren Möglichkeiten, zum Beispiel durch Mustererkennung. KI entdeckt kleine Unregelmäßigkeiten im Vergleich zum normalen Betrieb und kann warnen, falls dort ein Angreifer am Werk ist.
Was würdest du Menschen raten, die sich für deinen Bereich interessieren?
Du brauchst ein gutes Verständnis dafür, wie IT-Technik funktioniert, mitsamt ein bisschen Hintergrundwissen über die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bereichen. Du musst mitdenken, ob eine vorgeschlagene Lösung sicher ist oder ungewollte Hintertüren haben kann. Dazu kommen Kommunikationsfähigkeiten, weil du regelmäßig zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln und praktikable Lösungen finden solltest.